Das historische Bahnbetriebswerk Zittau

Zittau - Stadt im Dreiländereck zu Polen und Tschechien. Neben den geographischen Besonderheiten liegt die Stadt inmitten einer reizvollen Landschaft, die von der Eisenbahn erschlossen wird. Das kleine aber feine Bahnbetriebswerk, angeordnet auf engstem Raum, hielt seit Jahrzehnten einen abwechslungsreichen Fahrzeugpark vor und dass auf zwei verschiedenen Spurweiten.

Lokwerkstatt Pethau

 

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Etwa 2 km westlich des Bahnbetriebswerks Zittau liegt die Lokwerkstatt Pethau. Sie entstand aus Platzmangel im Bw Zittau, dass in keiner Weise mehr erweiterungsfähig war. Zur Einfahrt vom Bw Zittau aus in die Lokwerkstatt Pethau musste kopfgemacht werden. Über ein Gleis mit einer Steigung von 1:40 (2,5%) wurde die Drehscheibe erreicht.

Unmittelbar vor der Drehscheibe befindet sich ein Kanal, der zum Ausschlacken der in Pethau stationierten Heizlokomotiven diente. Neben dem Kanal steht auch der einzige Wasserkran der Lokwerkstatt Pethau. Von der  20  Meter langen  Drehscheibe gehen sechs Schuppengleise ab. Das unmittelbar an der linken Schuppenwand vorbeiführende Gleis diente als Aufstellgleis für die Heizlokomotive, deren Rauchgase über eine Abzugshaube in den Schornstein geleitet wurden.

Zum Bekohlen musste die Heizlok in das Bw Zittau gefahren werden, was in der Regel einmal täglich erfolgte.

Das an der rechten Schuppenseite entlang verlaufende Gleis diente zum Abstellen von Lokomotiven die zur Reparatur eingetroffen sind. Mit dem Portalkran hob man, als noch Dampfloks repariert wurden, Tauschteile wie Luft- und Speisepumpen ab.

52 5137 auf Drehscheibe Pethau Mai 1981

Der strenge Blick des Meisters auf der 52 5137 im Mai 1981 auf der alten Drehscheibe in der Lokwerkstatt Pethau. Die Drehscheibe war damals schon über 60 Jahre alt. Welche Lokomotivbaureihen wird sie wohl die vielen Jahre schon getragen haben?

52 5137 Drehscheibe Werkstatt Pethau Mai 1981 Ci

52 5137 vor Lokschuppen Pethau Mai 1981 Ci

Ebenfalls 52 5137 auf dem Gelände der Werkstatt im Zittauer Stadtteil Pethau. Zum Zeitpunkt des Fotos war sie bestimmt schon zur Heizlok degradiert.

 

52 5137 Werkstatt Pethau Mai 1981 Ci

Nochmal ein Blick auf den 6-ständigen Schuppen der Pethauer Werkstatt.

 

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52 8016-9 auf dem Heizlokgleis links neben dem Lokschuppen (1988).

 

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Lokwerkstatt Pethau Stände 2 bis 6.

 

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Lokwerkstatt Pethau Stand 1.

 

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Hier ein Blick in die mechanische Werkstatt in Pethau.

 

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Diesellok 118 631-1 vor den Toren des 6-ständigen Ringlokschuppens (1988).

 

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 52 8195-1 kurz nach dem Auswaschen (1988).

 

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Anheizen der noch kalten  52 8195-1 mit der 52 8016-9 (1988).

 

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Das vordere Nummernschild der 52 8016-9 kann man nur noch erahnen (1988).

 

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Nach der Umnummerierung die BR 219, BR 52, BR 218 und BR 202 (1992).

 

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Akkuschleppfahrzeug ASF 27 (1992).

 

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Die Baureihe 219 war leider sehr sehr wartungsintensiv (1992).

 

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Fristarbeiten an der Baureihe 219 046 (1992).

 

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Da hatte wohl jemand einen Platz an der Sonne (1992).

 

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SKL 24 „Bauart Schöneweide“ mit erweiterter Kabine (1992).

 

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Eine Maschine der Baureihe 52 2202 Altbau mit Giesl-Flachejektor (1992). Bis 1988 war sie Heizlok des VEB Oberlausitzer Textilbetriebe im Werk Spitzkunnersdorf. Im Jahr 2004 wurde sie in Altenbeken verschrottet.

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Die ehemaligen Heizlokomotiven wurden in Pethau „rollfähig“ gemacht.

 

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Dampflok der Baureihe 23 1021, ab 1977 Heizlok des VEB Lautex Zittau (1992).  Sie steht seit 2004 im Eisenbahn- und Technik-Museum Prora, Insel Rügen.

 

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Der Zittauer EDK vor dem Ringlokschuppen (1996)

 

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Der Wagenkasten eines alten VT diente lange Zeit als Kantine für das Personal der Lokwerkstatt. Ob es der Wagenkasten des Zittauer VT 137 war?

 

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…spartanisch eingerichtet aber urgemütlich (1990). Der Tisch am Verkaufsfenster war für die Dampflokschlosser reserviert. Der Tisch in der Mitte für die 1. Liga der Doppelkopfrunde der Dieselschlosser. Der Tisch ganz unten im Bild wurde in den Pausen von der „Doppelkopf-Bierliga“ der Schicht von Dieter Boden besetzt.

 

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Der Kaffee steht schon warm auf dem Kanonenofen…ein ganz besonderer Dank richtet sich an dieser Stelle an die zwei stets sehr bemühten „Küchendamen“. Wer pünktlich bestellte, der hatte sein Essen sicher. Und wehe wenn nicht…

 

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Die Kantinendauerbrenner zu jeder Tageszeit: Bratwurst oder Debreciner mit Brötchen. Viel mehr war damals leider auch nicht im Angebot.

 

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Der ehemalige Eingang der Lokwerkstatt in Pethau. Das Unkraut wächst fast höher wie der Zaun.

 

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Das Unkrautfeld vor dem Lokschuppen in Pethau. Kaum zu glauben was hier mal für ein Betrieb war.

 

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In der Halle leben jetzt andere Bewohner.