Das historische Bahnbetriebswerk Zittau

Zittau - Stadt im Dreiländereck zu Polen und Tschechien. Neben den geographischen Besonderheiten liegt die Stadt inmitten einer reizvollen Landschaft, die von der Eisenbahn erschlossen wird. Das kleine aber feine Bahnbetriebswerk, angeordnet auf engstem Raum, hielt seit Jahrzehnten einen abwechslungsreichen Fahrzeugpark vor und dass auf zwei verschiedenen Spurweiten.

Das historische Bahnbetriebswerk Zittau

Dieses herrliche Buch ist vor ein paar Tagen erschienen. Auf über 140 Seiten zeigen historische Farbfotos die Eisenbahn im Ostsächsichen Raum. Ein überzeugendes Werk zur regionalen Eisenbahngeschichte. Das Buch kostet mit Port0 19,80 Euro und kann über mich bezogen werden.
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Buchbeschreibung: Die Oberlausitz im Dreiländereck Deutschland / Polen / Tschechien ist eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend mit einer langen Eibenbahngeschichte. Das Buch zeigt auf 144 Seiten die Vielfalt des planmäßigen Dampfbetriebes zwischen 1970 und 1988. Faszinierende Wagengarnituren, wie auch die letzten Vertreter verschiedener Dampflok-Baureihen gehören zum Alltag. Die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen von Arne und Frank Wußing entstanden im Gebiet Zittau – Ebersbach – Löbau – Bautzen – Görlitz. Beachtung finden der privilegierte Durchgangsverkehr der ČSD mit Dampfloks, heute nicht mehr wiederholbare Szenen der Zittauer Schmalspurbahn sowie ein Besuch im Schmalspur-Raw Görlitz-Schlauroth.

Eine alte Zittauer Maschine war am 12.04.2019 in ihrer ehemaligen Heimat mit einem Sonderzug zu Gast. 52 8195 kam vom Dresdner Dampflokfest ins Dreiländereck. Sie war etwa 20 Jahre in Zittau beheimatet. 1993 wurde sie an den Verein FRÄNKISCHE MUSEUMS-EISENBAHN E.V. NÜRNBERG verkauft. Ordentlich in Schuss zog sie den 7-Wagen Zug durchs Lausitzer Bergland.

 

Als es im Bw Zittau noch mächtig dampfte. Alt -und Neubaumaschinen stehen nebeneinander. Im Schuppen dahinter zeigen sich bereits einige Dieselloks.

 

Das Bw Zittau wurde im Jahr 1879 gegründet und bestand bis zum Jahr 1999.

In dieser Zeit erlebte das Bw Zittau eine bewegende Geschichte. Der Bau des 16ständigen Heizhauses begann bereits im Jahre 1875 im Auftrag der Königlich Sächsischen Staateeisenbahnen. Im Jahr 1900 beheimatete das Bw Zittau etwa 6 Lokomotiven der sächsischen Gattung III b sowie einzelne Exemplare der sächsischen Gattung II und VII. Die Baureihe 94.20 erreichte das Bw im Jahre 1908 mit einer Stückzahl von 3 Lokomotiven. Ab etwa 1911 wurde die Baureihe 75.5 das erste Mal im Bw Zittau beheimatet.

Im weiteren Verlauf waren viele verschiedene Dampflokbaureihen in Zittau beheimatet. Die bekanntesten Vertreter waren die preußische P 8 (BR 38.10-40), der sächsische Rollwagen (Baureihe 38.2), die Baureihe 58 (als sächs. XIII H und preuß G12), die Baureihe 75.5 (sächs XIV HT) , sowie die Baureihe 94.20 (sächs. XI HT) für den Rangierdienst auf dem Zittauer Bahnhof und den Streckendienst nach Großschönau und andere umliegende Orte.  Ende der 60er Jahre kamen auch Einheitsloks der Baureihe 52 als Kriegslokomotive – später auch die Reko-Variante, die Baureihe 64 und die Baureihe 86 in das Bw-Zittau.

Die gesamte Unterhaltung der Dampflokomotiven wurde dabei in den letzten Jahren  nicht im Lokschuppen des Bahnbetriebswerkes, sondern in der Lokwerkstatt Pethau durchgeführt. Dort befand sich eine 21,5 m lange Drehscheibe. Im Bw Zittau selbst, konnten die Dampflokomotiven der Baureihe 52 auf der alten 18m langen Drehscheibe nur mit ausgebauter vorderer Laufachse gedreht werden. Das betraf jedoch in der Regel nur die diensthabende Heizlok, zum Beispiel die 52 5137-6. (siehe Fotoseite unter Dampflok)

Dies änderte sich erst im Dezember 1989 mit dem Einbau einer größeren, 21,5 m langen Drehscheibe (siehe Diashow).

Dampflok-Sound: